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Liebe geht durch den Magen ♥ Südafrika

Ich bin essensfanatisch. Ich recherchiere Wochen vor einer Reise die einheimischen Spezialitäten, wähle stets mir mit Abstand das unbekannteste Gericht und laufe ganz gerne auch mal zwei Stunden hungrig durch die Gegend, um das Lokal zu finden, dass die interessanteste Speisekarte hat.

In Südafrika war das ein Kinderspiel. Die unglaubliche Kombination europäischer Küche mit einheimischen Gewürzen, lokalem Gemüse und Früchten, und der dreiste Mix aus süß und salzig machen süchtig.
Die südafrikanische Variante des english breakfast zum Beispiel wird mit Boerewors und Tomaten-Chakalaka-Sauce ergänzt oder der French-Toast mit Bacon, Bananen und Ahornsirup.

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Praktisch, wenn man zu zweit unterwegs ist, dann gibt’s zum Frühstück auch Mais-Fritters mit Rauke, Kräuterfrischkäse, Bacon, gebratenen Tomaten und Pesto.

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Mittags die nächste Qual der Wahl: kapmalaiisches Bobotie oder lieber Avocado-Bohnen-Salat mit gegrilltem Hühnchen, Pfirsich und gerösteten Mandeln? Mit erfrischendem Roibosch-Apfel-Ice-Tea? Man könnte aber auch die einheimischen Pizzavarianten probieren mit z.B. Feta-Butternusskürbis-Pinienkernen, Biltong-Feta-Paprika oder die einfach klingende Mozarella-karamellisierte-Zwiebeln-Variante, die mit einer Kreuzkümmelwürzung überraschte.

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Frische Austern und Garnelen an der Garden Route.

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Normalerweise stürze ich mich auf Straßenessen. Das gibt’s in Südafrika aber gar nicht so ausgeprägt und ist leider nicht besonders interessant. Meist handelt es sich um Variationen der Boerewors als Kebab oder Hot Dog. Das in Durban gehypte Bunny  Chow ist auch nicht der Rede wert. Wohingegen ich mich beim nächsten Mal an das typische Township Streetfood Smiley schon mal heran wagen würde.

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Fleisch, Fleisch, Fleisch

Für Fleischliebhaber ist Südafrika ein wahres Paradies. Überall gibt’s köstliche Burger mit Avocado, Tomaten-Relish, Bacon, dazu Süßkartoffel-Pommes und stets wird man bei der Bestellung gefragt, wie man sein Fleisch gerne hätte.

„rare“ means you think you’re tough
„medium“ means you can’t make up your mind
„well-done“ is what you should say to our chef.A guide to dining for the uninitiated (by Nelson’s Eye in Capetown)

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Rumpsteak, T-Bone Steak, traditionelles Braai, Rind Piri Piri, Kudu Carpaccio mit frittierten KapernSpringbock PotjekosStraußensteak, dazu auch mal Bohnen-Minze-Ziegenkäse-Salat, Fettuccine mit Chili-Lime-Koriander-Krebssauce und Nachtischen wie Amarula Crème brûlée und Cardamom Panna Cotta.

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„We like to think that, in our small own way, we help to contribute to South Africa’s alarming heart attack statistic. If you feel that this is rather irresponsible of us, there’s a trendy little sushi bar around the corner.“Nelson’s Eye in Capetown

Und das alles kann man mit sagenhaftem südafrikanischen Wein genießen. Soll ich gestehen, dass wir uns bei einer Weintour auch noch durch vier Weingüter bei Stellenbosch, Franschhoek und Paarl getrunken haben?

Lieber nicht, der Eindruck von Völlerei und Trinkgelagen könnte entstehen.

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Lieblingsadressen

Johannesburg:

  • Salvationcafe, 44Stanley Avenue, im 44 Stanley Complex. Altes renoviertes Lagerhausgelände mit Galerien, Läden und Restaurants.
  • The Attic, 24 4th Avenue in Parkhurst.
  • Turn ’n Tender, Parktown Quarter, 3rd/7th Avenue.

Port Elizabeth:

  • Vergesst den Marine Drive, da gibt’s außer Touristenlokalen nicht so viel mehr zu holen. In Richmond Hill tummeln sich viele kleine äußerst hübsche Cafés und Restaurants.
  • Vovo Telo, Corner of Raleigh and Irvine Street, Richmond Hill.
  • Deli Street Café, Stanley Street on Bain Centre, Richmond Hill.

Plettenberg:

  • Lookout, Lookout Rocks – fangfrische Austern und Meeresfrüchte.
  • Nguni, 6 Crescent Street.

Kapstadt:

  • Van Hunks, Shoprite Checkers – Kloof Street.
  • Nelson’s Eye, 9 Hofstraat die besten Straußensteaks der Stadt!
  • Lolas Cafe, 228 Longstreet – sehr leckeres Frühstück.

Proviant:

Südafrikanische Foodblogs:

CategoriesAllgemein
Marianna

Marianna ist Hamburgerin mit griechischen Wurzeln, studierte in Berlin Literatur-, Kultur- und Rechtswissenschaften und arbeitete in Indien, Griechenland und München. Sie lebt in Berlin, ist als Autorin, Webdesignerin und Fotografin tätig und ist süchtig nach frischem Koriander.

  1. Ohje…da ist Du bei mir an der richtigen Adresse. Mir läuft beim Anblick Deiner Fotos schon das Wasser im Munde zusammen. Köstlich. Für die Meringue Pies könnte ich fast sterben. Leider war ich noch nie in Südafrika, aber das steht bei den Fotos mal wieder ganz weit oben auf der Liste. Thanks fo sharing! You made my day! :O)

  2. Christina says:

    Mensch, jetzt habe ich aber hunger! Nur gut das gerade Mittagspause ist!

    Ich finde es toll die einheimischen Gerichte zu probieren, auch wenn ich sicher nicht ganz so wagemutig bin wie du. Wirklich klasse geschrieben – du solltest einen Essensführer herausgeben :)

    VG Christina

  3. Kathrin says:

    AAAAAAAAAAAAAAAaaargh!!!!! Ich beneide dich…. Mein Kontinent…. und dann diese unglaublich leckeren, sabbertreibenden Gerichte…. Gekrönt von den Fotos…..
    Super!!!! Und danke!!!! :-)
    Liebe Grüße, Kathrin

  4. Christina says:

    *___* Ohh wow. Ich bin auch total Essens-fanatisch und bevor es in ein anderesd Land geht, wird erst mal recherchiert was es dort alles zu essen gibt. Meistens ist das auch die einzige Info, die ich über das Land weiß *lach* (Na okay, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten suche ich auch noch raus.)
    Also ein perfekter Post für mich und ich hätte mir nieeee gedacht, dass Südafrika kulinarisch so ein Traumland sein kann! Wow!

    Liebe Grüße
    Christina

  5. Nicky says:

    Was mich daran erinnert, dass ich seit Jahren eine Einladung nach Kapstadt aufschiebe, weil immer irgendwas dazwischen kommt. *sigh*
    Deine Bilder machen sowas von Lust auf ein zweites Frühstück… (wobei ich auch ohne Zögern jetzt gleich sofort in den Burger beißen würde…)

    1. Marianna says:

      Liebe Nicky, ganz lieben Dank! Freu mich riesig über dein Lob. Und die Einladung so schnell wie möglich in die Tat umsetzen, es lohnt sich. LG

  6. Alexia says:

    wow was für eine tolle rezension! ich war noch immer nicht in südafrika und mich interessiert es allein schon wegen der tollen weinkultur :) yummy yummy in my tummy kann ich nur sagen!

    1. Marianna says:

      Lieber Fred, meinst du Mealie Pap, den Maisbrei? Stimmt, den hab ich vergessen, aber zu meinen kulinarischen Highlights gehört er leider nicht. LG

  7. Katrin says:

    Hmmm. Dazu:

    “rare” means you think you’re tough
    “medium” means you can’t make up your mind
    “well-done” is what you should say to our chef

    gibt`s noch eine Ergänzung: Die Steigerung von „rare“ ist:
    „cut-the-horns-off“

  8. Andreas says:

    „If you are a real South African you have to eat meat! Every day!“ Diesen wunderbaren Satz haben wir vor ein paar Jahren in Komatipoort am Fuße des Krüger Nationalparks in einer Unterkunft zu hören bekommen. Und so sah er auch aus… Leider habe ich trotz mehreren Wochen in Südafrika nur wenig von der Vielfältigkeit mitbekommen. Außer eben Fleisch in allen möglichen und denkbaren Variationen!

    Btw: Ich liebe die Blogstöckchen-Aktion, umso neue Blogs kennenzulernen!

    1. Marianna says:

      Dieser Satz kommt dann wohl aus der Buren-Tradition. Denn die Einwohner z.b. in KwaZulu Natal leben meist vegetarisch. Fleisch gibt es nur zu ganz großen feierlichen Anlässen. VG

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  12. Wow, tolle Fotos! Die machen direkt Hunger und Lust, sofort dort zu sein.

    Ich werde von Dezember bis März auch in Südafrika unterwegs sein und dann direkt mal die ein oder andere Adresse deiner Tipps ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Anne von Eichstätt weltweit

  13. ReiseFreaks ReiseBlog says:

    Was für Farben! Was für ein Blau! Und was für ein leckeres Essen!
    Danke für die Erinnerung an Südafrika.

    Ja, wenn ich heute den nicht aufhörenden Regen betrachte, drängt sich mir der Wunsch auf, schon bald den Winterurlaub in Südafrika zu beginnen. Möglichst Mitte September ;-)

  14. Daniela says:

    Ich bekomme schon wieder Fernweh!

    Bei den Desserts fehlen mir noch der sensationelle Käsekuchen in allen Variationen bei Mugg & Bean und ganz typisch südafrikanisch Malva Pudding

    1. Marianna says:

      Den Malva Pudding hab ich nicht probiert :(
      Und bei den Käsekuchen ist mir nichts außergewöhnliches aufgefallen. Muss ich beides beim nächsten Mal nachholen.

      Danke für die Tipps, Daniela!

  15. Pingback:10 der besten Reiseblogs für Fernreisen - Room5

  16. Kathi says:

    Waaah…Van Hunks ist mein liebstes, liebstes Stammrestaurant. Die Kellner dort kennen mich schon beim Namen und die Burger, Pizza und Nachos sind der Hammer :D Und dann finde ich es hier auf deiner Seite. Wie cool hihihi

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