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Marrakesch – Stadt der Jedi-Ritter

Und Stadt meiner Träume, seit meiner Kindheit. Ich war mir sicher dort alle orientalischen Klischees auf einmal in einer 1001 Nacht-Hülle anzutreffen. Und ja, mein Traum wurde war. Verwinkelte malerische Gassen, freundliche Menschen, üppige Düfte und Farben, Geschichtenerzähler und Schlangenbeschwörer.
Aber natürlich auch Nepper und Schlepper, die kamen im Traum zwar nicht vor, aber der Unterschied zur Realität muss ja auch spürbar sein.

Marrakesch Koutoubia Moschee
Koutoubia Moschee. Der Galgen oben rechts ist für die Fahne, nicht fürs Hängen.

Marrakesch

Marrakesch Gewürze
Wie kriegen die bloß diese Form so akkurat hin?

MarrakeschMarrakesch

Meine Lieblingsbeschäftigung in Marrakesch: Im Eck-Café gegenüber der Koutoubia-Moschee sitzen frischen Pfefferminztee oder Kaffee trinken – den Kaffee dann vor lauter Reizüberflutung multilingual bestellen: „Un Espresso con milk“ – und alles um mich herum gnadenlos aufsaugen.

MarrakeschMarrakesch VerkehrMarrakesch Altstadt Kontraste

Das Café liegt an einer verkehrsreichen Straßenecke, wo sich das Leben der Einheimischen mit dem der Gäste mischt. Es kommen also Filmteams, Touristen und eine Menge Stammgäste, die das Flair von marokkanischer Bohème versprühen.
Außerdem sitzen hier, also in Marrakesch allgemein, auch Frauen in Cafés. In Ägypten hab ich das zum Beispiel nicht gesehen. Frauen (auch traditionell gekleidet) fahren hier auch Mopeds. Ebenso ein neues Bild für mich im arabischen Raum.

Marrakesch Moped fahrende Frau

Nicht neu, aber dennoch immer wieder ein Spektakel ist der Verkehr in nicht-westlichen Ländern: Eselskarren schieben sich vorbei an Bussen, Taxen und Autos, wo immer noch ein Fussgänger zwischen passt, ein paar Mopeds sowieso und alles dann durch ein Schubkarren-Manöver erstmal völlig still steht.
Doch. Was neues gibt‘s auch hier: Fahrräder! In Marrakesch fährt man(n) Fahrrad.

Fahrrad fahrende Jedi-Ritter

Nach einiger Zeit beschleicht mich das Gefühl in einer Filmkulisse zu sitzen. Die Herren tragen alle lange Wollgewänder mit Kapuze, die mir unglaublich bekannt vorkommen.
Jawohl, ich habs. Die Jedi-Ritter tragen das auch.
Wer hat‘s jetzt wohl wem abgeguckt? Ich bin total baff. Ich wußte nicht, dass es die Jedi-Ritter Mäntel im richtigen Leben gibt. Und noch weniger wußte ich, dass George Lucas sich die Jedi-Gewänder bei den Berbern abgeschaut hat. Reisen bildet halt.

Marrakesch Jedi Ritter
Ein Jedi Ritter

Gestärkt und aufgewärmt – im Dezember wird es empfindlich kalt in Marrakesch, ich aber hab Sachen für den Sommer eingepackt und muss mich in der Sonne sitzend wie ein wechselwarmes Tier jeden Tag erstmal auf Körpertemperatur bringen – geht es in die rosafarbenen Gassen der Altstadt, ohne Plan, einfach Treiben lassen.
Und schließlich landet man so oder so auf dem Jeema el Fna, zumal einem wohlgesinnte und verkaufstüchtige Einheimische stets den Weg in diese Richtung zeigen.

Marrakesch BasarMarrakesch BasarMarrakesch-5388

Marrakesch Storch auf der Altstadt Mauer
Storch auf der Altstadt Mauer.
Marrakesch-5603
Straßenführung kopfüber betrachtet.

Marrakesch-5598

Marrakesch
Die Minarette in Marrakesch sind alle rechteckig und nicht rund gebaut.
Marrakesch Friedhof Saadier-Gräber
Die Saadi Gräber. Ein maurischer Friedhof. Ich find ihn wunderschön.

Marrakesch Friedhof Saadier-Gräber

Fotografieren kostet

Der Jeema el Fna, UNESCO Weltkulturerbe, wo man sich vor Staunen und Flucht stetig neu entscheiden muss. Die Händler, Schlangenbeschwörer und Affendompteure sind hartnäckig und teils kostet schon ein Blick auf den Pampas-Affen im Tütü.
Die Obststände fotografieren? Entweder unerwünscht oder kostet.
Mir ist das muslimische Abbildungsverbot für Menschen bekannt, ich achte es, wenn es gewünscht wird. 
Mir ist auch die Problematik bewusst, dass westliche Fotografen teils viel Geld mit den orientalischen Fotos verdienen, was natürlich nie den Einheimischen zu Gute kommt.
Trotzdem hab ich noch nie eine solche Aggression und Geldmacherei mit und gegen Fotografie erlebt wie tagsüber auf dem Jeema el Fna. 
Mich hat das schon geärgert. Denn irgendwie meine ich, dass ich nicht im Unrecht bin, wenn ich ein UNESCO Weltkulturerbe fotografieren möchte, auf dem nicht mal erkennbare Menschen zu sehen sind.

Marrakesch Jeema el Fna

Marrakesch Jeema el Fna
Ich nenn sie die roten Bommelpriester. Welche Funktion sie haben, hab ich leider nicht herausfinden können. Die bekommen den Penetranz Award 2012.

Marrakesch Jeema el Fna

Und dann wird es Nachts

Der Jeema el Fna macht mit Anbruch der Dunkelheit eine komplette Wandlung durch. Die Affen, Schlangen und Touristen verschwinden. Der halbe Platz wird zu einem rollenden Open-Air Restaurant, der für die nächsten Stunden in duftende Rauchschwaden gehüllt wird. (Das Essen hier ist teurer als in umliegenden Gassen.)

Marrakesch Jeema el Fna nachts

Und die andere Hälfte bietet Unterhaltungsmöglichkeiten aller Art, für Einheimische. Geschichtenerzähler, kleine Theaterparodien, Gauklerstücke und Gesellschaftsspiele. Ich bin total begeistert. Es ist wieder wie im Traum. Überall haben sich kleine kreisförmige Gruppen um die arabischen Geschichtenerzähler und Co gebildet, man muss auf die Zehenspitzen steigen, um zu erahnen, was in der Mitte vor sich geht. Ich verstehe nichts. Ich kann kein arabisch. Und trotzdem komm ich jeden Abend wieder.

Marrakesch Jeema el Fna

Ich bin fasziniert, dass die Jahrhunderte alte Tradition des Geschichtenerzählens, die ich gerade mit 1001 Nacht verbinde, in Marrakesch auf dem Jeema el Fna jeden Abend, auch heute, bewahrt wird und Hunderte von Einheimischen zum Lauschen und Amüsieren lockt.

Marrakesch Jeema el Fna nachts

Danke an Hostelbookers und das Leyla Rouge, die uns ein hübsches Zimmer in Marrakesch zur Verfügung gestellt haben.
P.S. Ich hab auch einen 72 Stunden Marrakesch Guide für euch zusammengestellt.

CategoriesAllgemein
Marianna

Marianna ist Hamburgerin mit griechischen Wurzeln, studierte in Berlin Literatur-, Kultur- und Rechtswissenschaften und arbeitete in Indien, Griechenland und München. Sie lebt in Berlin, ist als Autorin, Webdesignerin und Fotografin tätig und ist süchtig nach frischem Koriander.

    1. Marianna says:

      Lauschen auf jeden Fall, mehrmals. Aber verstehen leider nichts :) Die Atmosphäre ist aber trotzdem sehr besonders. Und ich hab mir meine eigene Geschichte dabei zusammengereimt.

  1. Wundervoller Bericht! Marrakesch ist auch meine Stadt der orientalischen Träume. Ich war mal mit 12 dort und habe mich wie Sindbad gefühlt. Seitdem hat sich sicher viel geändert. Vielleicht aber auch doch nicht soviel, denn die Jedi-Ritter und Geschichtenerzähler gab es damals auch schon (haha…auf die Idee bin ich ja noch nie gekommen :o)). Ich will und muss unbedingt nochmal hin.

    1. Marianna says:

      Hallo! Danke. Ja, ich muss auch nochmal hin. Und zwar zu meinem nächsten Umzug mit einer ordentlichen Fluggesellschaft, wo ich Gepäck aufgeben kann. (War mit Easy Jet und Handgepäck dort). Ich könnte theoretisch die ganze Stadt leer kaufen. :) LG

  2. Manuela says:

    Sehr schöne Bilder :-)
    Seitdem ich die Bilder meiner Eltern aus Marokko gesehen habe, ist das Land auf jeden Fall auch bei mir in den vorderen Bereich gerutscht. Von Marrakesch waren sie allerdings nicht so begeistert, aber ich mache mir gerne mein eigenes Bild ;-)

    LG
    Manuela

    1. Marianna says:

      Liebe Manuela, danke! Ich möchte auch unbedingt noch mehr von Marokko sehen. Marrakesch hat mich richtig neugierig gemacht. Ja, ich kann mir das auch irgendwie vorstellen, dass man von Marrakesch nicht ganz so begeistert ist, eben wie deine Eltern. So ein paar Punkte, die ich ja auch beschrieben hab, sind nicht so “traumhaft”. LG

  3. KenTakel says:

    Traumhafte Bilder. Kann ich alles unterschreiben. Diese bunten, spitzen Lederschuhe, hatte ich jahrelang als Hausschuhe getragen. Und die Jedi-Mäntel wollten sie uns damals auch andrehen. Hätte ich mir eigentlich mal kaufen sollen.
    Übrigens, was für ein Zufall, habe ich doch gestern erst versucht meine jahrelange Liebesbeziehung zu den Jedi-Rittern zu beschreiben:
    http://awesomatik.com/

    1. Marianna says:

      Na und nun rate mal, was ich für Hausschuhe trage :). Sehr schöne Beziehung, die du zu den Jedi-Rittern führst, aber ich hab ja nicht so viel Hoffnung durch Disneys Ankauf.

  4. Susi says:

    Wie toll! Und faszinierend! Jedi-Ritter und Geschichtenerzähler, genau nach meinem Geschmack! ;-) Marrakesch (bzw., generell Marokko) stehen seit Jahren ganz oben auf meiner Liste. Ich muss da auch ganz bald hin!!!

  5. Emmi says:

    Toller Bericht, Schöne Bilder. Ich will auch unbedingt mal nach Marrakesch, aber irgendwas fehlt mir immer, Zeit oder Geld…aber spätestens als Rentner (also so in 50 Jahren) reise ich dorthin.

    1. Marianna says:

      Danke schön! Da ergibt sich bestimmt vorher nochmal die Gelegenheit. Marrakesch ist gar nicht teuer. Wir sind mit Easy Jet hin und es gibt ne Menge Hostels in der Stadt. Ernährt haben wir uns ausschließlich von dem großartigen Streetfood. Also meines Erachtens nicht teurer als Ägypten. LG

    1. Marianna says:

      Ja, zum Essen wird es noch einen extra Artikel geben, denk ich. Ich hab mich natürlich wieder quer durch die Stadt gefuttert. Kein einziger Stand wurde außen vor gelassen.

  6. Bernd says:

    Ich würde wahrscheinlich genauso fasziniert vor den Hühnern stehen, wie das kleine Mädchen. Das rege und äußerst bunte Treiben auf orientalische Märkten finde ich sowieso immer total abgefahren; die vielen Leute und die tausend unterschiedlichen Gerüche – oder sagen wir mal Düfte :-) – reißen einen förmlich mit, genauso wie die tollen Bilder.

  7. siska says:

    das klingt so wundervoll und sieht noch dazu märchenhaft aus. ich bin kein ägypten-fan und arabische kultur schreckt mich auch gerne mal ab, aber marrakesh, da möchte ich so gerne mal hin! eigentlich sollte es diesen sommer so weit sein, aber mein freund ist von den plänen mal so gar nicht begeistert und alleine mag ich als mädchen dann doch nicht hin. aber irgendwann♥

    1. Marianna says:

      Danke dir! Ja, ich möchte unbedingt in die Wüste und die Skulpturen von Hans Jörg Voth anschauen. Casablanca würd mich auch interessieren, weil alle sagen, da ist es nicht so toll, aber, ach, eigentlich würd ich gern ne Weile dort richtig rumreisen.

  8. Monika Fritsch via Facebook says:

    Absolut sehenswert in Casablanca ist die große Moschee, die du auch als Nichtmoslem betreten darfst. Und es gibt deutschsprachige Führungen dort – ganz toll! Außerdem wurde die ganze Corniche neu gestaltet – da siehst du, wieviele Reiche es auch in Marokko gibt; Preisniveau fast wie in Europa. Seit dem Winter sollte jetzt auch die Straßenbahn durch die Stadt fahren. Mein Tipp: Marché des Habous, mit toller Handwerkskunst. Andere Tipps in Marokko: Essaouira und Tanger. Es gibt viel zu tun!

  9. Vicky says:

    Hey,
    super Bilder! Auch das Hostel wäre ganz nach meinem Geschmack. Leider ist dort zu dem Zeitpunkt alles ausgebucht. Hast du weitere Tipps für stylische Hostels?

    Liebe Grüße!

  10. Petra says:

    Können Sie mir vieleicht beantworen? Wie ist ein anderer Ausdruck für die Ritterspiele von den Beduinendie man dort
    sehen darf ?
    Meine Mutter war vor Jahren dort und kann sich nicht an den Ausdruck erinnern,wäre toll wenn Sie mir weiter helfen könnten!
    Vielen Dank im vorraus

    P. Schöll

  11. Wafaa Belfdil says:

    Danke für den tollen Bericht. Nur kurz zum Bommelprister, das ist ein sogennater „Gerab“ hier bekommt man für wenig Geld ein Glas Wasser.

    LG

  12. Annika says:

    ich fand das mit dem bezahlen fuers photos machen auch etwas befremdlich. besonders die schlangenbeschwoerer haben mich immer sehr boese angeguckt, wenn ich auch nur versucht habe den platz zu photographieren, es koennte ja ein stueck schlange im bild sein. aber ist halt ein job auf eine art und weise. was ich traurig fand, dass selbst in den bergen, die kinder sofort geld fuer photos haben wollen. uns wurde davon abgeraten, denn sonst gehen sie nicht in die schule, obwohl schule in marokko nicht nur kostenlos ist sondern den eltern auch noch bezahlt wird.
    von casablance wuerde ich dir auch abraten, aber dafuer kann ich essaouria nicht genug empfehlen!

    1. Marianna says:

      Ja, die Schlangenbeschwörer waren wirklich extrem. Und mir ist es auch passiert, dass man mich gleich ansprach, wenn ich auch einfach nur den ganzen Platz festhalten wollte. Das mit den Kindern ist schade und ich geb in solchen Situationen auch NIE Geld. Kenn das aus anderen Ländern wie Indien oder Ägypten auch. Casablanca war nicht so gut? Schade. Das stell ich mir, natürlich wegen des Films, irgendwie interessant vor. Von Essaouria hab ich jetzt schon öfter wirklich gutes gehört. Beim nächsten Mal. LG

  13. Pingback:Endlich Marokko! Teil 4: MARRA-CASH! « Bedouin Writer – Reiseblog

  14. Marcus says:

    Danke für den Bericht und die tollen Bilder aus Marrakesch.
    Allein die Bilder lassen erahnen wie toll sich die verschiedenen Eindrücke und Reize anfühlen müssen!

  15. Simon says:

    „die roten Bommelpriester. Welche Funktion sie haben, hab ich leider nicht herausfinden können. Die bekommen den Penetranz Award 2012.“

    Das sind Wasserverkäufer. Die Messingschälchen sind Trinkgefäße für Kunden.

    1. Marianna says:

      Hallo Simon,

      danke für den Hinweis. Wafaa Belfdil hatte das auch erklärt.

      Ich hab die zwar nie mit Wasser gesehen, sondern nur mit Rasseln und Glocken in der Hand, aber die haben einem ja auch keine Ruh gelassen, genauer hinzuschauen. :D
      VG

  16. Jasmin says:

    Hallo hier bin ich wieder :D
    hab gerade erst einen Kommentar zum Street Food in Marrakesch abgeschickt und dann erst diesen Beitrag gelesen, aber egal. Deine Bilder sind wirklich traumhaft und regt meine Reiselust und Vorfreude total an! Und das es im Dezember in dort auch kalt ist, wusste ich gar nicht, mist! :D Warum ich aber eigentlich diesen Kommentar schreibe ist, weil ich dir gerne sagen möchte wozu deine Bommelpriester gut sind, habe nämlich eine Doku darüber gesehen und die sagte, das es traditionelle Wasserverkäufer sind. Hauptsächlich für die Touris :) hier ist übrigends der Link zur Doku: http://youtu.be/zagTHHg3zyg

    Liebste Grüße!

  17. Dude says:

    ……sicherlich kulturell ein ganz besonderer Platz, die Frage ist nur wieviel all diese schönen Plätze mit der Zeit an Charme einbüssen. Aber immerhin, Marokko hat keine politische Bauchlandung in Form eines arabischen Frühlings wie seine Nachbarn erlebt, bis jetzt……

    1. Marianna says:

      Was heißt an Charme einbüßen? Ich sehe das etwas anders, die Plätze sind nicht für uns Touristen da, damit wir uns beschweren, wenn es dort nicht so charmant zugeht wie wir erhofft hatten, sondern ergeben ihren Reiz und Charme eben aus der lokalen Entwicklung und dazu gehört auch die politische. Der Tahrirplatz in Kairo hat gerade durch den arabischen Frühling an Interesse gewonnen.
      Ich find nichts schlimmer als Orte die für Touristen konserviert werden, damit sie ihren Charme nicht einbüßen.

      1. Dude says:

        ……das meinte ich doch auch gar nicht. Ich habe gerade wieder mit Erschrecken sehen dürfen wie der Tourismus in Südafrika um sich greift. Ich meinte Charme verlieren durch Tourismus wie man das weltweit beobachten kann, selbst nach Macchu Picchu fahren die ersten Reisebusse hoch, trotz UNESCO Rüffel…….

  18. Kathi says:

    Oh ich will UNBEDINGT mal nach Marokko. Deine Bilder machen richtig, richtig Lust drauf, jetzt direkt den Flug zu buchen und die Reise zu planen! Du hast wirklich super tolle Eindrücke eingefangen und ich bin ganz fasziniert von der Vielfalt von Farben und Formen und man kann sich nur vorstellen wie das auch alles duftet… Hach… noch nicht mal wieder daheim, hab ich schon die nächste Reise im Hinterkopf :D
    Alles Liebe,
    Kathi

  19. Pingback:Marrakesch Kurztrip - Reiseführer und Tipps

  20. Dinah says:

    Wow, das klingt wirklich zum neidisch werden. Ich möchte unglaublich gern mal nach Marrakesch, mit den Jedi Rittern kann ich vielleicht auch meine „Jungs“ überzeugen. Dann müssen wir nur noch ein family hotel finden, in dem die Kleinen happy sind…und ich kann mal die Stadt erkunden. ;)

  21. Wilfried G. says:

    Hallo junge Frau,
    zu Ihrem Text fehlen mir die Worte.
    Es mag ja lustig sein unbedarft in ein fermdes Land zu reisen, aber über die Landessitten, Kultur und Geschichte und sollte man vorher schon informiert sein.

    „Die Herren tragen alle lange Wollgewänder mit Kapuze, die mir unglaublich bekannt vorkommen.
    Jawohl, ich habs. Die Jedi-Ritter tragen das auch.
    Wer hat‘s jetzt wohl wem abgeguckt? Ich bin total baff. Ich wußte nicht, dass es die Jedi-Ritter Mäntel im richtigen Leben gibt. Und noch weniger wußte ich, dass George Lucas sich die Jedi-Gewänder bei den Berbern abgeschaut hat. ………….“

  22. Wilfried G. says:

    Nur mal so zur Information:
    Das so zur Info und um Dich/Sie nicht dumm zu lassen,das ist ein Wasswerverkäufer, die insbesondere in den Sommermonaten Wasser an die Besucher des Bazars verkauft, um der Dehydrataion vorzubeugen. Ist alte Tradition in Marrakesch, aber Vorabinformation ist alles.

    „Ich nenn sie die roten Bommelpriester. Welche Funktion sie haben, hab ich leider nicht herausfinden können. Die bekommen den Penetranz Award 2012.“

    1. Marianna says:

      Lieber Herr Wilfried G.,

      danke für das Feedback. Wie Sie selber sagen, sollte man sich einwenig vorab informieren und gründlich lesen.
      Das es sich bei dem Bommelpriester um einen Wasserträger handelt haben bereits viele freundliche Leser vor Ihnen kommentiert. Danke dennoch.
      Das es sich bei diesem Medium um eine persönliche Erzählung handelt, weil Sie auf meinem persönlichen Reiseblog gelandet sind, der lediglich MEINE Sicht und Gedanken wieder geben soll, und zwar ehrlich, ohne mir den ach-bin-ich-belesen-gebildet-und-informiert Hut aufzusetzen, haben sie offensichtlich nicht verstanden. Ist ja auch ne Moderne Sache, dieses Blogdings und so ganz wird einem nicht klar, was das eigentlich soll. Versteh ich.
      Aber das macht nichts, genau dafür ist die Kommentarfunktion ja da, um Fragen und Missverständnisse aus der Welt zu räumen.
      Also im Klartext: Hier handelt es sich um eine Erzählung, wie ich sie Freunden erzähle. Und wie das unter Freunden so üblich ist, gibt man da auch Wissenslücken bekannt bzw. schämt sich ihrer nicht.
      Ich hab mehrere Jahre studiert und fand all die Professoren und Kommilitonen immer unerträglich, die diese allwissende Attitüde nicht ablegen konnten.
      Ich seh das als charakterliche Schwäche. #my2cents
      Salut,
      Marianna

  23. Pingback:Marokko Marrakesch Reiseberichte: Auf Streifzügen durch die rote Stadt

  24. Mathias says:

    Eindrucksvolle Bilder! Kann man sich gar nicht dran satt sehen. Nach Thailand im Sommer werde ich Marokko mal in die engere Auswahl für eine Reise ziehen. Dankeschön!

  25. Pingback:Getting high in Marrakech. | The Midnight Blue Elephant

  26. Chrisse says:

    Falls Du den Geschichten nicht nur lauschen sondenr auch etwas verstehen willst bieet das Cafe Clock in Marrakesch (über FB gut zu difeinden) Geschichtenerzählen in englisch – das ist wirklcih super. Zuerst erzählt ein „alter Meister“ die geschichte in arabisch, dann einer seiner Zöglingen der die Geschichte in englisch wiedergibt.

    Hatten wir auf unserer letzten Reise als Tipp bekommen und ist absolut empfehlenswert ;-)

  27. Pingback:Verloren in Zeit und Raum [Marrakesch] | Planet Hibbel - Ein Reiseblog für Familien

  28. Steffi says:

    Hi Marianna. Dein Blog ist sehr gut beschrieben. Ich war erst im November in Marrakesch und werde jetzt im Februar wieder dorthin reisen. Die Stadt hat es mir einfach angetan.
    Der „rote Bommelpriester“ war bzw. ist ein Bettler. Allerdings haben diese früher für etwas Geld den Baurarbeitern Wasser gespendet. Die Bettler haben teilweise Fremdwährungen bekommen und haben diese Goldstücke dann an ihr Hemd geheftet. Nach Jahren, während sie diese Münzen getragen haben, hat man erkannt, dass es irgendeine total wertvolle Währung war (weiß grad nicht mehr welche…) und sie mit Dirham im Austausch gegen die Münzen bezahlt. Da die Bettler nichts von der Bedeutung der Münzen wussten, haben sie diese natürlich hergegeben. Heute gibt es nur noch wenige, die die Originalmünzen am Hemd haben. Aber wenn man ihnen etwas Geld gibt, dann bekommt man im Gegenzug auch heute noch ein paar Schlücke Wasser :) Good to know

  29. Danke für Artikel und Bilder.

    Die roten Bommelpriester sind simple mobile Wasserkäufer. Sie sind ein schönes Motiv, wie man unschwer auf den Bildern erkennnen kann.

    Vielleicht sollte man sich zwecks Infektion etwas zurückhalten. Man sollte auch aus gleichem Grund nie aus der Flasche, (speziell diese bekannte braune Brause-Limonade) trinken, sondern immer nur aus einem sauberen Glas. Diese Limonade kalt getrunken bringt später einen geblähten Magen und recht heftige Schmerzen. Unterm dem Flaschenrand hat es meist Bakterien.

  30. Ivan says:

    Hallo Marianna!
    Vielen Dank für den tollen Bericht!
    Die Fotos sind einfach klasse und machen schon richtiges Urlaubsgefühl, auch wenn es erst Anfang Oktober nach Marokko geht. Zum Glück habe ich einen Freund aus Marrakesch der mich schon Jahre lang zu sich nach Hause einlädt und dieses Jahr fliege ich endlich. Ich kann es kaum erwarten abends über den Jeema el Fna zu schlendern und die Magie dieser Stadt zu spüren.
    Noch mal vielen lieben Dank und weiterhin viel Erfolg!

  31. Pingback:Verloren in Zeit und Raum [Marrakesch] - Planet Hibbel

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