Eigentlich träumte ich stets davon mal allein (naja, nicht ganz allein – meine Schwester war als Spielgefährtin nie weg zu denken) nachts im Kaufhaus eingeschlossen zu werden, aber die Wiener Oper tut’s für den Anfang auch.
So in etwa zumindest waren die Umstände aus denen nachfolgende Fotografien entstanden.

Wien-Oper

Die Wiener Staatsoper ist eines meiner persönlichen Wien-Highlights (ein anderes das Burgtheater). Stehplatzkarten an der Abendkasse kann man schon für 3 Euro ergattern. Für gute Plätze muss man sich aber früh anstellen und beim Startschuss, wenn der Gang zur Galerie geöffnet wird den Treppenmarathon meistern.
Das wäre die Option für Stehplätze mit Blick zur Bühne.

Wien-Oper

Die andere Möglichkeit: Man kommt lässig eine halbe Stunde vorher an, besorgt sich die Karten (sofern es dann überhaupt noch welche gibt) und genießt vor der Albertina einen Käsekrainer mit Blick auf die hübsch beleuchtete Oper, um pünktlich zum Vorstellungsbeginn oben in der Galerie gewiss keinen Platz mehr mit halbwegs gescheiter Sicht zu bekommen.

Wien-Oper

Da mir das Bühnengeschehen visuell verborgen blieb, mich die Hinterköpfe und Unterröcke der besser platzierten Zuschauer nach einiger Zeit nicht mehr recht interessierten, zog ich auf zum stillen Örtchen und machte eine logische, aber dennoch unerwartete Entdeckung:
Ich hatte das ganze Opernhaus für mich allein.

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Wien-Oper

Wien-Oper

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Marianna

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Marianna ist Hamburgerin mit griechischen Wurzeln, studierte in Berlin Literatur-, Kultur- und Rechtswissenschaften und arbeitete in Indien, Griechenland und München. Sie lebt in Berlin, ist als Autorin, Webdesignerin und Fotografin tätig und ist süchtig nach frischem Koriander.

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(6) Kommentare Schreib mir was!

  1. Diana Arachi
    • 4. Oktober 2013

    Herzlichen dank fuer die etwas andere Reportage. Man sieht nur selten Fotos abseits der Hauptbuehne. Oft wunderts mich wie lang man dem Dirigenten und dem Orchester zuschaun kann, wie muehelos die Vorstellung monatelang ablaeuft und warum man immer noch gern im Vorverkauf in der Schlange steht. Erinnert mich dass in Wien, Tradition nicht nur fuer Touristen festgehalten wird sondern auch erfolgreich und aufrichtig von allen Wienern und Wienerinnen weiter zelebriert wird. „In der Oper is man nie allein“ – deshalb die Frage: wie genau schliesst man sich in der Oper ein?

    • Marianna
      Marianna
      • 10. Oktober 2013

      :D Ich hab mich nicht in der Oper eingeschlossen. Ich bin während der Vorstellung einfach auf die Toilette gegangen und hatte dann das ganze Opernhaus für mich allein, weil alle anderen ja in der Vorstellung saßen.
      Kann ich ja sehr empfehlen so was. LG

    • Marianna
      Marianna
      • 21. Juni 2014

      Danke schön!

  2. Marianne H.
    • 17. Januar 2016

    Interessante Reportage. Würde das auch gern mal machen Aber dann versäume ich ja die Vorstellung, für die ich mir ein Jahr vorher Karten, immer vorn im Parkett, gekauft habe . Und darauf freue ich mich immer das ganze Jahr vorher. Also wird das wohl nichts. Deshalb schaue ich mir öfter die schönen Fotos an

    • Marianna
      Marianna
      • 23. Januar 2016

      Mit Parkettkarten würde ich das auch nicht machen. Ich hatte nur eine Stehkarte und hab nichts gesehen, da hab ich mir ne Auszeit von der Vorführung gegönnt :)

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