Berlin-Pallasseum

Das Pallasseum – das wohl auffälligste Gebäude in ganz Schöneberg. Insgesamt 2000 Menschen sind dort wohnhaft, es übertunnelt die Pallasstrasse und sitzt auf einem Bunker. Ich geh bestimmt mehrmals die Woche dran vorbei.

Berlin-Pallasseum

Als erstes ist mir der Trend zur individuellen Gestaltung der eigenen Satellitenschüssel aufgefallen. Verschiedene Farbtöne, Urlaubsmotive oder die eigene Familie lächeln einen von oben an.
Früher hieß der Wohnblock Sozialpalast und wurde 1977 errichtet.
Schließlich hab ich herausgefunden, dass vorher bis 1973 der Sportpalast genau dort stand. Die riesige Veranstaltungshalle in der Joseph Goebbels 1943 zum „Totalen Krieg“ aufrief. Es schaudert mich bei dem Gedanken.

Wie Berlin wohl vor dem Krieg ausgesehen haben mag? Mir wird bewusst, dass ich keinerlei Vorstellung davon hab wie sich das Berliner Stadtbild verändert hat. Wo standen all die historischen Gebäude, die man aus dem Geschichtsunterricht kennt?
Gut, dass ich jetzt erstmal wieder zu Hause bin und einwenig Heimatrecherche betreiben kann.

Randnotiz: Das Foto hab ich mit der neuen Samsung NX1 16-50mm aufgenommen.

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Marianna

Marianna ist Hamburgerin mit griechischen Wurzeln, studierte in Berlin Literatur-, Kultur- und Rechtswissenschaften und arbeitete in Indien, Griechenland und München. Sie lebt in Berlin, ist als Autorin, Webdesignerin und Fotografin tätig und ist süchtig nach frischem Koriander.

  1. Mandy Jochmann via Facebook says:

    So aehnlih erging es mir als ich erfuhr, wo sich der Fuehrerbunker befindet! Aber das ist oft so in Berlin. Man weiss gar nicht, was mal in welchem
    Hinterhof stand. Verrueckt!

  2. Michel says:

    Super ich bin auch wieder in Berlin und diese Stadt entdecke ich jedes mal wieder neu. Wo letztes Frühjahr noch ein Döner war ist jetzt ein Kiosk, wo ein Kiosk war ist jetzt ein Caffè :-)

  3. Mandy Jochmann via Facebook says:

    Keine zehn Meter vom Holocaustdenkmal
    entfernt. Der Bunker selbst existiert noch, aber die Stadt Berlin hat verboten, dass er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird um keinen Kultort zu kreiern.
    Ich habe mal eine Free Walking Tour mitgemacht. Sollte man mal machen ;)

  4. Valeria says:

    Danke! Ein cooler, kurzer Beitrag! Finde dieses Gebäude mit allem drum und dran und vor allem den Menschen immer wieder interessant. Die leben dort in ihrer eigenen Welt, habe ich das Gefühl.

    Manchmal spannend, manchmal etwas beängstigend.

    LG aus der Ukraine!

    1. Marianna says:

      Ja! Man nimmt sich bloß nicht immer die Zeit dafür oder verschiebt es, weil man denkt man könnte das ja auch später noch machen. Und dann unterhält man sich mit Touristen und die wissen manchmal viel mehr als man selbst. Das ist dann schon peinlich ;)

  5. Robert says:

    Danke für die Info, ein Super-Beitrag. Ich habe in den 90er Jahren da ganz in der Nähe gewohnt und wusste damals auch nicht, dass dort einst der „Sportpalast“ stand. Mal schauen, ob sie den Sozialpalast irgendwann sanieren oder abreißen…

  6. Rebort says:

    Erinnert mich gerade an eine Sendung, die ich in der ZDF-Mediathek gesehen hatte. Es ging darum wo in Berlin die Mauer verlaufen ist. Und es war tatsächlich so, dass sie dann in einem Wäldchen noch Mauerreste gefunden hatten. Dieser Teil der Mauer war halt mittlerweile durch die Natur so versteckt, dass er erhalten geblieben war. Aber höchstwahrscheinlich haben sie nun durch die Veröffentlichung in der Sendung auch dort die letzen Mauerreste abgebaut – und (vielleicht) verkauft? Na auf jeden Fall interessante Sache!

    1. Marianna says:

      Interessant. Der Mauerverlauf ist zb auch so eine Sache über die ich mir im ganzen nicht ganz bewußt bin, wo sie lang ging.

      Dieses Jahr gibt es aber eine interessante Illumination zum Mauerfall in Berlin, da werd ich das mal alles abgehen, oder soweit ich komme zumindest.

      Danke für deinen Beitrag!

  7. Hans says:

    Man sieht mal wieder, dass man nicht immer in die Ferne schweifen muss. Vielen Dank für Deinen Beitrag
    Werde in den nächsten Wochen mal nach Berlin fahren und mir das ansehen
    Weiter so
    Kompliment :-)

  8. Janett says:

    Interessanter Bericht. Ich will ja auch immer mal so ne Unterweltentour oder so machen – in Nürnberg hab ich diese dieses Jahr schon erlebt – ist immer wieder interessant…

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