Das Eremitage Museum in St. Petersburg ist der unbestrittene Mittelpunkt jeder Reisetour, die in diese schöne Stadt führt. Es handelt sich dabei nicht um ein einziges, sondern um mehrere Gebäude, denn im Laufe der Zeit kamen immer mehr Gemälde und Kunstgegenstände dazu und man brauchte Platz. Zarin Katharina der II. (der Großen) gebührt das Verdienst, die Sammlung begründet und das erste Gebäude, die Kleine Eremitage, gebaut zu haben (Baubeginn 1775).

Bald kamen die heute sogenannte Alte Eremitage und 1839 unter Nikolaus I. die Neue Eremitage hinzu. Auch der neben diesen Komplexen liegende Winterpalast ist heute öffentlich zugänglich.

Favoriten vorab herausfiltern

Angesichts der hochherrschaftlichen Sammelleidenschaft kannst du dir sicher vorstellen, welche Herrlichkeiten der Komplex bietet: Hier lagern fast drei Millionen Ausstellungsstücke, davon sind über 65.000 Exponate, verteilt auf sechs Sammlungen in rund 350 Sälen, zu sehen. Es empfiehlt sich daher, wegen der langen Wege nicht nur gutes Schuhwerk zu benutzen, sondern vielleicht sogar einen zweiten Tag zur Erkundung einzuplanen. Ansonsten kann man sich mit einer App des Museums vorab informieren und so seine persönlichen Highlights herausfiltern, denn es ist schier unmöglich, in wenigen Stunden alle Säle und Objekte zu sehen. Wer die langen Warteschlangen vor dem Eingang vermeiden will, kann bereits zu Hause Tickets über Musement vorbuchen.

Die Eremitage gehört zu den sieben meistbesuchten Museen der Welt, denn sie ist auch kunstgeschichtlich bedeutsam. Über vier Millionen Menschen pro Jahr (so der aktuelle Stand) schauen sich bedeutende europäische Gemälde (unter anderem Leonardo da Vinci, Francisco de Goya und Picasso) sowie wunderbare Skulpturen (Rodin, Michelangelo) und interessante archäologische Funde an. Neben dem weltberühmten Bernsteinzimmer ist hier beispielsweise die einzige kastrierte Mumie der Welt ausgestellt.

Den großen Andrang vermeiden

Es gibt unterschiedliche Empfehlungen, wann die Eremitage am besten zu besichtigen ist, denn zu den Stoßzeiten (und die gibt es bei diesem Besucheransturm fast dauernd) siehst du nur Köpfe und Körper, die dir die Sicht versperren, sowie Selfiestäbe und Smartphones. Der Vorabkauf der Tickets kann daher eine Lösung sein. Eine andere ist die Buchung einer privaten Tour oder, wenn du mehr Geld ausgeben willst, der Besuch in den Weißen Nächten in Petersburg. Das sind die Sommernächte, in denen es fast nicht dunkel wird. Wie viele andere Museen in der Stadt hat dann auch die Eremitage nachts geöffnet. Allerdings ist der Besuch pro Person sehr teuer. Entsprechend wenige Menschen sind in den Sälen und du kannst dir deine Favoriten in Ruhe ansehen.

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