Paris 10. Arr. - Nein, ich habe keine Kontakte zum FC Bayern | Paris | Reiseblog
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Paris 10. Arr. – Nein, ich habe keine Kontakte zum FC Bayern

Ich mag Paris. Ich find es ist eine der schönsten Städte der Welt, damit bin ich nicht allein, aber das stört mich auch nicht. Beim letzten Mal war ich auf Pressereise dort, um das impressionistische Paris zu bewundern.

Paris Opera Garnier

Sprich das Musée d‘Orsay, Montmartre und das Musée de l’Orangerie. Letzteres kannte ich nicht. Und kann es jetzt nur wärmstens empfehlen, ihr findet dort die Seerosen von Monet und die sind nicht wie die Mona Lisa 5x5cm groß (jaja, Größe hat nichts mit Qualität zu tun) und die Seerosen werden auch nicht von Milliarden Touristen belagert.

Gewohnt haben wir im netten 8. Arrondissement und gemästet wurden wir mit 3-Gänge Menüs, mittags wie abends, und Champagner.

Paris Schoko Souffle

Am letzten Tag haben wir kurz vor der Abfahrt nach Hause noch ein paar Minuten Zeit uns selbstständig fort zu bewegen.
Wir sind im 10. Arr. (Metro Chateau d‘Eau), das sofort meine Neugierde weckt. Das schaut hier alles gar nicht aus wie das typische Postkarten Paris und das obwohl es zentral liegt.
Eine Menge Afro-Rasta-Beauty-Shops reihen sich in der Rue du Chateau d‘Eau aneinander. Und ihre Besitzer betreiben auf der Straße direkte Kundenakquise.
Ich will natürlich Fotos machen. Fotografie ist ein kommunikatives Mittel, sag ich euch.

Paris Statue-3797

Paris vor der Opera Garnier-3806

Denn ein paar Minuten später tausche ich schon Telefonnummern aus.
Ich positioniere mich auf der einen Straßenseite, da schreit der Kerl vom Shop gegenüber “No Photos”. Äh? Ich will ja gar nicht ihn fotografieren, sondern das Haus. Nee, das darf ich auch nicht fotografieren. Warum? Weil ich nicht das Haus, sondern den Rasta-Shop ablichten würde. Wo er Recht hat, hat er Recht. Ich geh rüber und frag ihn, warum ich denn den Shop nicht fotografieren darf. Ich wüßte schon warum, sagt er. Und ich weiß tatsächlich nicht warum; ich steh auf’m Schlauch. Nach ein wenig bohren verrät er’s mir: ich würde ja mit dem Foto Geld verdienen und er und sein Shop bekommen davon gar nichts ab. Fuck, schon wieder dieses ethische Fotodilemma. Und das auch noch mitten in Paris, hab ich nicht erwartet.

Ich verdiene mit meinen Fotos kein Geld, schön wär’s.

Jetzt darf ich am Sonntag zum fotografieren kommen, da sind auch ganz viele VIP’s da. Ich bin Sonntag schon weg. Wohin denn? Nach München. Euphorie bricht aus. FC Bayern München! Kenn ich auch, entgegne ich und das löst ein arg blödes Missverständnis aus. Er ist Fussballspieler, Schule hat er abgebrochen, davon wird er krank und ich hab doch bestimmt Kontakte zum FC Bayern. Das wäre sehr hilfreich, meint er, es ist wohl echt schwierig da sonst weiter zu kommen. Ähm, hab ich nicht. Ehrlich nicht. Er glaubt mir nicht. Naja, vielleicht in der nächsten Woche, hofft er. Er schreibt mir seiner Nummer auf und möchte auch meine haben. Email hat er nicht. Ich kann in solchen Situationen einfach nicht nein sagen.

Seither bekomme ich regelmäßig Anrufe aus Paris.

Carte de recommandation
    Ein paar Insidertipps von Menschen die ständig beruflich in Paris unterwegs sind (für Zugreisende).
  • Man kann sich sein Taxi bereits im Zug bestellen. Der Taxifahrer wartet dann mit Namensschild am Bahnhof.
  • Man kann sich auch seine Metro-Fahrscheine bereits im TGV kaufen. Dann spart man sich das Anstehen am Automaten in Paris.
  • Tourist Menu im Restaurant vermeiden (wen wundert’s).
  • Die Louvre Schlange umgehen: Eintrittskarte im FNAC direkt im Gare de l’Est oder einer der vielen anderen FNAC Filialen kaufen.
  • Café mit Aussicht in Montmartre: Relais de la Butte, 12 Rue Ravignan, 75018 Paris. Wenn man draußen sitzt hat man direkten Blick auf die Stadt.

Die Reise wurde unterstützt von der Alleo Gmbh (so heißt der Zusammenschluss von DB und SNCF), Ameropa und Paris Ile de France. Herzlichen Dank.

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(8) Kommentare Schreib mir was!

    • Jutta
    • 3. Mai 2013

    Einige Sachen sind ähnlich, egal wo man sich befindet.

    Antworten

      • Marianna
      • 4. Mai 2013

      Ja, stimmt. Menschen haben über Ländergrenzen hinweg ähnliche Eigenschaften.

  1. Völlig übertriebene (und eigentlich falsche) Reaktion vom Rasta-Shop-Verkäufer! Ein Foto hätte für ihn kostenloses, virales Marketing bedeutet.

    Antworten

      • Marianna
      • 6. Mai 2013

      :) Unsere modernen viralen Marketingtools sind für nen kleinen Rasta Shop in Paris wohl aber einfach nicht wichtig, vielleicht auch nicht bekannt. Und ich frag mich auch, was es für ihn als Kundengewinnung bringt, wenn ich nen Foto mache und das hier online stelle. Ich denke nicht, dass es ihm wirklich mehr Geld, sprich mehr Kunden in die Kasse spült.

    • Bettina Emser
    • 10. Mai 2013

    Mein Partner und ich planen noch für dieses Jahr eine Reise nach Paris, toller Artikel, macht noch mehr Lust auf die Metropole im Herzen Frankreichs!

    Antworten

      • Marianna
      • 11. Mai 2013

      Ich wünsch euch viel Spaß!

  2. Hey,

    haha was für eine witzige Geschichte. Vielleicht wird es ja nochmal was mit seiner Fußballkariere bei FC bayern. Ich wünsche Ihm viel Glück. ;-)

    Antworten

      • Marianna
      • 8. Oktober 2013

      Besten Dank!