Es dauert nicht lang bis man von Jerusalem aus an der Mauer ankommt. Diese riesige Mauer, die Israel als Sperranlage zum Westjordanland hin erbaut hat.

Bei genauerem Schauen, kann man die Mauer sehen, wie sie die Autobahn teilt und sich ins Land rein arbeitet.

Bei genauerem Schauen kann man die Mauer sehen, wie sie die Autobahn teilt und sich ins Land rein arbeitet.

Ich erinnere mich noch an die Meldung 2003, als ich dachte, ach das können die doch nicht machen. Doch sie können. Ganz fertig ist die Sperranlage immer noch nicht, dran gebaut wird aber leider immer noch. Und im Gebiet zwischen Jerusalem, Bethlehem und Ramallah steht da schon dieses riesige Monstrum. Die Berliner Mauer wirkt klein dagegen.

Mauer Westjordanland Streetart

Graffiti auf palästinensischer Seite. Bansky war natürlich auch schon da.

Mauer Westjordanland Streetart-3474israel-mauer-streetartMauer Westjordanland StreetartMauer Westjordanland Streetart

Wir sind die Mauer ein Stück entlang gefahren, gemeinsam mit Fred Schlomka von den Green Olive Tours. Und was wir dabei sehen und lernen, hätte ich so nicht erwartet.
Dieser Betonwall teilt nicht nur ein Gebiet, er teilt Straßen, er teilt auch palästinensische Wohngebiete willkürlich in der Mitte und er bildet Ghettos.

Isralische Sperranlage

Es gibt im Großraum Jerusalem bereits schon drei palästinensische Viertel, die komplett von der Mauer eingeschlossen sind. Ich als neutrale Person darf beide Seiten der Mauer betreten, komme durch Zugangsschranken und auch wieder zurück. Für Palästinenser, die das zufällige Pech hatten auf der falschen Seite zu wohnen, ohne zu wissen, welches die richtige Seite sein könnte, ist es mit der Bewegungsfreiheit vorbei.

Sie dürfen ihr ummauertes Viertel nur mit besonderer Genehmigung verlassen, die nur der israelische Staat ausstellen kann. So eine Genehmigung bekommt man zum Beispiel, wenn man für eine israelische Firma im Westjordanland arbeitet. Richtig, im Westjordanland gibt es israelische Firmen. Das hat Vorteile dort angesiedelt zu sein und zwar die billigeren palästinensischen Arbeitskräfte. In Israel hingegen gibt es einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn.

Das Westjordanland gehört ja nicht offiziell zu Israel, und die Palästinenser sind auch keine israelischen Staatsbürger und unterliegen daher nicht den israelischen bürgerlichen Gesetzen. Die Genehmigung sein Ghetto verlassen zu dürfen wird ausgestellt für die jeweiligen Arbeitstage zu den jeweiligen Arbeitsstunden. Mehr auch nicht, denn Palästinenser haben auf israelischem Gebiet nichts zu suchen.

Isralische Sperranlage

Wir haben natürlich Israelis gefragt, was sie von dieser Mauer halten. Und doch nicht wenige begrüßen diese Sperranlage und fühlen sich seitdem sicherer. Was mir völlig absurd vorkommt, denn die Mauer ist ja nicht fertig und wer will findet genügend Passagen ohne Mauer und Grenzposten, um auf israelische Seite zu gelangen.

Die Mauer mag psychologisch als Schutzwall gegen den Terrorismus wirken, scheint mir aber eher eine physisch einbetonierte Okkupationslinie zu bilden, durch die Israel langsam aber stetig sein Gebiet Richtung Osten erweitert. Denn die Mauer verläuft zu 80% durch das Westjordanland und nicht auf der Grenze.

Aida Flüchtlingslager

Westjordanland-Flüchtlingslager

Ich weiß leider nicht, woher die beiden unterschiedlichen Datumsangaben stammen. Die UNO gibt 1950 an, die Bewohner 1948.

Direkt an der Mauer zwischen Jerusalem und Bethlehem liegt auch ein Flüchtlingslager (auf palästinensischer Seite), dass ich als solches gar nicht erkannt hätte, weil es kein provisorisch gebautes Zeltlager ist – nicht mehr ist. Das Flüchtlingslager AIDA existiert nämlich schon seit 1948/1950. Und irgendwann haben die Flüchtlinge angefangen feste Behausungen zu bauen.

Westjordanland-Flüchtlingslager

Der Schlüssel als Symbol für das Rückkehrrecht der vertriebenen Palästinenser.

Westjordanland-FlüchtlingslagerWestjordanland-FlüchtlingslagerWestjordanland-FlüchtlingslagerWestjordanland-Flüchtlingslager

Siedlungen, so weit das Auge reicht

Die umstrittene Siedlungspolitik der israelischen Regierung ist auch nicht zu übersehen. Teilweise fahren wir durch fertige, bewohnte Siedlungen mitten im Westjordanland, mitten in der Wüste, die eine blühende Vegetation und monotone Stadtstrukturen vorweisen können.

Isralische Siedlung im Westjordanland Isralische Siedlung im Westjordanland

Teils sieht man angefangene Baustellen oder frisch abgesteckte neue Gebiete, weit entfernt von der israelischen Grenze.

Isralische neue Siedlung Westjordanland

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Marianna

von

Marianna ist Hamburgerin mit griechischen Wurzeln, studierte in Berlin Literatur-, Kultur- und Rechtswissenschaften und arbeitete in Indien, Griechenland und München. Sie lebt in Berlin, ist als Autorin, Webdesignerin und Fotografin tätig und ist süchtig nach frischem Koriander.

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(51) Kommentare Schreib mir was!

  1. Jutta
    • 26. Februar 2013

    Wie wahr, wie traurig.

    • Marianna
      Marianna
      • 27. Februar 2013

      Leider hast du recht. Das ist wirklich traurig.

    • 26. Februar 2013

    Wow – ganz schön harter Stoff. Danke das Du uns an Deinen Eindrücken teilhaben läßt!

    • Marianna
      Marianna
      • 27. Februar 2013

      Ja, schön ist das nicht. Aber irgendwie find ich gehört es auch dazu. VG

    • 27. Februar 2013

    Wow, einfach unglaublich und doch leider wahr.
    Danke für diesen Einblick!

    Liebe Grüße
    Christina

    • Marianna
      Marianna
      • 28. Februar 2013

      Ich war auch ziemlich verwundert als ich das dort alles so gesehen hab. VG

    • 5. März 2013

    Wie erschreckend, dass solche Mauern gebaut werden. Aber ich mag total, dass die Menschen sie bunt bemalt haben :)

    • Marianna
      Marianna
      • 6. März 2013

      Ja, ich finds erstaunlich wie sich Geschichte immer wiederholt und keiner schreit.

      • Marianna
        Marianna
        • 3. Juli 2014

        Hi Alex,

        mag dich vielleicht verwundern, aber kenn ich doch und auf diesen Aspekt geh ich im letzten Absatz vor dem Aida-Kapitel auch ein. Meine Meinung dazu ist da sehr klar und nach wie vor dieselbe: “Wir haben natürlich Israelis gefragt, was sie von dieser Mauer halten. Und doch nicht wenige begrüßen diese Sperranlage und fühlen sich seitdem sicherer. Was mir völlig absurd vorkommt, denn die Mauer ist ja nicht fertig und wer will findet genügend Passagen ohne Mauer und Grenzposten, um auf israelische Seite zu gelangen.

        Die Mauer mag psychologisch als Schutzwall gegen den Terrorismus wirken, scheint mir aber eher eine physisch einbetonierte Okkupationslinie zu bilden, durch die Israel langsam aber stetig sein Gebiet Richtung Osten erweitert. Denn die Mauer verläuft zu 80% durch das Westjordanland und nicht auf der Grenze.”

        LG
        Marianna

      • Joe
        • 24. Juli 2016

        Schon klar, aber wusstest Du dass mehr israelische Soldaten an Suizid sterben als an einer Kampfhandlung/Selbstmordattentat?

        Es ist leider erschreckend, wie stark menschenverachtend sich der Staat Isreal verhält und das nicht nur gegenüber Palästinensern.
        Hast Du Dich mal mit jüdischen, äthiopischen Immigranten beschäftigt?

        Danke für den Bericht über die Mauer :)

      • ALKiefah
        • 12. Oktober 2016

        Das ist völliger Quatsch.
        Dieses Bollwerk hat nur ein Grund:

        Da der heutige Verlauf nicht dem der Waffenstillstandslinie von 1949 entspricht, ist es doch wohl klar, dass er einer künftigen Grenze eines souveränen Staates Palästina vorgreifen und Israel damit eine De-facto-Annexion palästinensischer Gebiete bezweckt.

        Dem „Palestine Monitor“ zufolge werden durch die Anlagen ca. 12.300 ha Landes (Stand Januar 2004) von der palästinensischen Seite der Grünen Linie abgetrennt – entsprechend etwa zwei Prozent des Westjordanlandes. Darin seien nach Angaben israelischer und palästinensischer Menschenrechtsgruppen sowie der Weltbank mindestens 16 palästinensische Dörfer und 12.000 Einwohner enthalten – nach Fertigstellung der Gesamtanlage ist diese Zahl auf 395.000 angestiegen – entsprechend 17,8 Prozent der palästinensischen Bevölkerung.

        Gehen wir aber davon aus, dass es doch zur Sicherheit der Israelis dienen soll.
        Dann ist es erstens gescheitert, da immer noch Angriffe verübt werden, zweitens ist es “Sicherheit” auf kosten vieler Palästinenser.

        Sollte es der Bestrafung der Palästinenser dienen, dann ist es ein kollektive Bestrafung.

        Fazit: Es ist Menschenrechtsverletzend. Wenn Israel an Sicherheit interessiert ist, sollte es die Ursachen der palästinensischen Atenttate verstehen und diese Ursachen aus der Welt schaffen. Ich schlage vor Israel sollte mit der Beendigung der Besatzung palästinensischer Gebiete anfangen. Dazu sollte Israel mit ihren systematischen apartheid geprägten Handlungen aufhören. Ich glaube, dann würde die Sicherheit spürbar sein.

        Claudia Bergmann von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach sich für eine Untersuchung des Falls durch den Internationalen Gerichtshof aus, da der „Bau durchgehender Sperranlagen durch palästinensisches Gebiet“ das Völkerrecht und die Menschenrechte zahlreicher Palästinenser verletze.

    • 7. März 2013

    Liebe Marianna,

    vielen Dank für den tollen Bericht den wir gerne auf unserem Blog gepostet haben http://blog.toursinenglish.com/2013/03/greater-jerusalem-tour-bethlehem.html
    Eine Ergänzung zu den verschiedenen Jahreszahlen für das Aida Flüchtlingslager: das Lager wurde offiziell 1950 von der UNO eröffnet, für die palästinensischen Flüchtlinge ist jedoch die Jahreszahl 1948 wichtiger, sie bezeichnet den Beginn der “Nakba” (arabisch für “Katastrophe”), das Jahr in dem ca. 700,000 Palästinenser_innen vertrieben und dadurch zu Flüchtlingen wurden.

    Liebe Grüße,
    Miri, Green Olive Tours

    • Marianna
      Marianna
      • 8. März 2013

      Liebe Miri, danke für die Ergänzung! VG

  2. Katharina
    • 11. März 2013

    this wall
    must fall…

    • 2. April 2013

    So schlimm die Mauer und vor allem die Tatsache ist, dass sie tief in palästinensischem Gebiet verläuft: Wahr ist auch, dass es in Israel keine Selbstmordanschläge mehr gab, seit die Mauer steht

    • Marianna
      Marianna
      • 5. April 2013

      Das ist auch die offizielle israelische Begründung für den Weiterbau dieser Mauer. In meinen Augen macht das Argument keinen Sinn, dass ist Symptom-Bekämpfung keine Ursachen-Bekämpfung. Schlimm finde ich auch die unterschwellige Unterstellung daran, dass jeder Palästinenser offensichtlich ein Selbstmordattentärer ist. Denn warum sonst errichtet man Ghettos und extreme Zugangsbeschränkungen? Weil man nicht differenziert.
      Und selbst, wenn ich den Sinn dieser Mauer sehen würde, wegen der Terrorgefahr. Dann wäre die Frage trotzdem, warum bitte irgendwo im Westjordanland und nicht auf der vereinbarten Friedenslinie. Warum auch noch Land damit okkupieren, was einem nicht gehört?

  3. Julian
    • 25. Juli 2013

    Diese Eindrücke kann ich nur Bestätigen. Bin selbst im November 2012 im Westjordanland gewesen. Und was ich dort auf dem Weg von Ramallah nach Jerusalem am Checkpoint Qalandia erlebte, war nur noch erschreckend:

    http://500px.com/photo/26510587

    • Marianna
      Marianna
      • 26. Juli 2013

      Großartiges Foto! Ja, hat mich auch wirklich erschreckt die Eindrücke, vor allem weil es hier doch deutlich anders dargestellt wird. VG

  4. Katharina
    • 3. August 2013

    Danke für den eindringlichen Bericht.

    Betonköpfe bauen Mauern –
    dass sie Frieden schaffen können,
    glaubt niemand, der denken kann.

    Heute spazieren Touristen über die chinesische Mauer,
    die Mauer in Berlin wurde stückweise versteigert (Mauerspechte)…

    auch diese Mauer wird fallen

    • Marianna
      Marianna
      • 4. August 2013

      Hoffentlich!

    • 10. Oktober 2013

    Hey,

    Schöner Bericht über Israel. Nur komisch das die einfach da eine Mauer hinbauen. Glaubst du wirklich das die Mauer die Terroristen draußen hält?

    • Marianna
      Marianna
      • 10. Oktober 2013

      Das glaub ich selbstverständlich nicht!

  5. Hein
    • 6. Januar 2014

    Eben habe ich einen Vortrag von Ulrich Sahm angesehen, den er 2011 in Rendsburg gehalten hat. http://www.youtube.com/watch?v=bVeaF8osxQY Er erklärt das Zustandekommen der Mauer. Vor dem Bau der Mauer hat es jahrelang blutige Attentate von Arabern aus dem Westjordanland gegen Israelis gegeben. Sahms Frau ist mit dem Leben davongekommen, weil sie sich verspätet hatte. Die Mauersegmente sind von einer arabischen Firma aus dem Westjordanland geliefert worden. Im Text von Weltenbummler ist mehrfach von “Grenze” die Rede. Es gibt keine Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland, es handelt sich nur um eine Waffenstillstandslinie. Die Mauer an der Autobahn ist so hoch gewählt, weil von arabischen Häusern auf Autos geschossen wurde. Ulrich Sahm erwähnt von einem Attentat, bei dem ein kleines Kind auf dem Rücksitz seiner Eltern erschossen wurde.

    • Marianna
      Marianna
      • 13. Januar 2014

      Hallo Hein,

      das ist natürlich eine Sicht der Dinge und die offizielle Rechtfertigung. Ich denke beide Seiten sind durchaus in der Lage diese Mauer zu rechtfertigen bzw. sie als illegal einzustufen. Beispiele wie die du anführst werden von israelischer Seite täglich in die Medien hinausgehauen.
      Interessanterweise ließt man hier zu Lande sehr selten etwas über die Ausschreitungen der israelischen Militärpräsenz im Westjordanland und im Gaza-Streifen. Das liegt aber nicht daran, dass es sie nicht gibt, sondern dass man nur einseitig berichtet. Was die Rechtfertigung der Mauer für die israelische Politik international natürlich einfacher macht.
      Auch wenn es keine offizielle Grenze gibt, so ist die Mauer doch eine faktische und die Kontrollen an den Passagestellen tragen ihr übriges dazu bei. Theorie und Praxis driften in dem Fall stark auseinander.
      VG

  6. Johanna
    • 22. März 2014

    Hey :)
    Super Bilder und ein toller Einblick in das Thema. Ich beschäftige mich gerade viel mit em Thema, weil ich meine Abi Präsentation über Grenzsicherung halte. Dürfte ich ein paar Bilder für meine Präsentation verwenden ? Ich geb natürlich die Seite als Quelle an :)
    Vielen Dank schonmal,
    Johanna

    • Marianna
      Marianna
      • 22. März 2014

      Liebe Johanna,

      danke dir! Du kannst gerne ein paar Fotos für deine Präsentation verwenden.
      LG
      Marianna

  7. Hier erwähnt: Israel Roadtrip Planung - Da geht's lang // Movin'n'Groovin

    • 4. April 2014

    Hey Marianna,
    ich freue mich sehr, dass du die Mauer hier thematisierst. Ich war 2005 in Israel und dabei viel in den besetzten Gebieten unterwegs. Es ist echt schockierend, was der Staat Israel sich da erlaubt – und dabei auch noch von der gesamten westlichen Welt unterstützt wird.
    Ein Aufenthalt dort lässt einen viele der aktuellen großen Probleme der Menschheit besser verstehen. Ich würde euch sehr empfehlen, auch mal in die besetzten Gebiete rein zu gehen: Ramallah mit dem Sitz der Autonomiebehörde ist sehr spannend, Jericho ist interessant. Kalquilia ist ein kleiner Ort, der von drei Seiten aus eingemauert ist, die Leute dort kommen nicht mehr auf ihre Felder -> Arbeitslosenquote über 60%. In Hebron ist der Souk, also die Innenstadt nicht mehr zu betreten, weil dort eine israelische Siedlung direkt daneben gesetzt wurde. Es gibt echt viel zu lernen und zu verstehen dort!
    Liebe Grüße,
    Timo

  8. Hier erwähnt: Roadtrip durch Israel: Am Anfang war Jerusalem // Movin'n'Groovin

  9. CB
    • 3. Juni 2014

    NEUTRAL?
    It’s your tax money that pays
    for this wall — so what are you
    going to do about it?
    Some of you guys are still
    blaming your WW2 generation.
    Yes, they helped to create I$raHell,
    but you are feeding this monster
    with your taxes.

    • Marianna
      Marianna
      • 21. Juni 2014

      Hey CB!

      Thanks for your comment. But I think you did not get the context of “NEUTRAL” right.
      I’m absolutely not neutral to the wall, but 100% against it. Which is pretty clear in the article.
      With neutral I pointed out my identity status neither being palestinian nor israeli and so I have the right to visit both sights.

      Yes, taxes go everywhere in lots of projects I’m not supporting.
      That’s why I published my experience about it here.

  10. Miriam
    • 9. Juli 2014

    Liebe Marianna,
    vielen Dank für diesen Bericht. Ich finde natürlich auch, dass es harter Stoff ist, aber mal ehrlich, auch das gehört zum Reisen dazu. Immer nur die 0-8-15 Seiten zu sehen ist ziemlich eintönig. Viele Reiseblogger gehen auf solche, ich nenne es mal, kritische Themen nicht ein. das finde ich persönlich sehr schade. Ich werde im November nach Israel fliegen und beschäftige mich schon seit ein paar Monaten sehr ausführlich mit der Geschichte (die mich wegen ihrer Komplexität noch in den Wahnsinn treibt) und der Politik. Ich finde gerade solche Touren, die einem eben auch Mal andere Seiten zeigen sehr interessant. Ich werde mich auch (da ich Archäologin bin) einer archäologischen Tour in Jerusalem anschließen. Allerdings nicht den Touren der Ir David Foundation…..
    Vielen Dank nochmal für diesen Beitrag!

    • Marianna
      Marianna
      • 9. Juli 2014

      Hallo Miriam,

      freut mich sehr, dass der Bericht interessant ist. Die Resonanz auf solche Themen ist immer eher zurückhalten, daher bin ich nie sicher, ob das auch wirklich Leser findet.
      Daher danke ich dir sehr für deine Meinung und wünsch dir eine gute Zeit in Israel.
      VG

  11. Birgit Lutzer
    • 17. Juli 2014

    Sehr geehrte Marianna, ich bin Journalistin und schreibe gerade an einem Bericht über die Mauer. Wäre es wohl möglich, dass Sie mir das Bild “Mauer-Westjordanland-Streetart-3480” in drucktauglicher Auflösung für die Tageszeitung Westfalen-Blatt (www.westfalen-blatt.de) zur Verfügung stellen? Falls ja, benötige ich es möglichst noch heute. Viele Grüße von Birgit Lutzer

    • Marianna
      Marianna
      • 17. Juli 2014

      Hallo Frau Lutzer,

      sie haben eine Mail erhalten.
      VG und Danke für die Anfrage!

  12. Miriam
    • 19. November 2014

    Hallo Marianna,
    wir kommen gerade aus Israel zurück. Haben mit Green Olive Tours die Tour Bethlehem-Hebron gemacht. Wir waren an der gleichen Stelle der Mauer wie ihr (nahe dem Banksy Shop). Es sind nun ganz andere Graffitis dort zu sehen. Scheint sich stätig zu verändern. In der Nähe der Mauer haben wir zwischen einer israelischen Siedlung und einem Beduinencamp verbrannte und abgesägte Olivenbäume gesehen…ganze vernichtete Hänge, und somit auch die vernichtete Existenz der Beduinen! Es ist zu tiefst erschütternd wenn man das alles mit eigenen Augen sieht, auch die Flüchtlingslager!

    • Marianna
      Marianna
      • 20. November 2014

      Liebe Miriam,

      danke für deinen Kommentar. Ach, das hätte ich ja gar nicht erwartet, aber macht total Sinn, dass sie da natürlich ständig neue Graffitis bringen.
      Der Unterschied zu dem was wir hier mitbekommen und der Realität ist echt krass, fand ich auch sehr erschütternd. Aber wichtig, dass man sich davon selbst vor Ort ein Bild macht. Toll, dass du auch da warst!
      LG
      Marianna

    • 21. Februar 2015

    Hi Marianna, schön hier auch mal die nicht-Pauschal-Touri-Seite von Israel zu sehen. Dickes Danke dafür! Wir sind vor drei Wochen mit dem Mietwagen durch Israel gekurvt und konnten so unfassbar viele sensationelle Eindrücke sammeln- es lässt sich noch immer nicht in Worte fassen. Es fällt mir schwer, hier eine Stellung zu beziehen- ich glaube, das kann man als Außenstehender einfach nicht. Wir hatten auf unserer Tour so viele liebenswerte Begegnungen sowohl mit Israelis wie auch mit Palästinensern… nein, man kann sich nicht pauschal auf eine Seite stellen. Was wir wahrgenommen haben ist die wahnsinnige Angst der Israelis vor Attentaten, was sie vielleicht auch ein bisschen zu “Angstbeißern” macht (und somit auch zu MauerBauern und PufferzonenAnSichRaffern) und was man ja aufgrund der Historie schon auch ein bisschen verstehen kann, und gleichzeitig das freundliche Mitteilungsbedürfnis aller Palästinenser, die wir trafen, weil sie uns- auch nach eigenen Aussagen- zeigen wollten, dass sie gar nicht so böse sind, wie sie immer dargestellt werden, sich aber schon auch als Verdrängte und Benachteiligte ansehen… dem kann man ja auch nicht wirklich widersprechen… Insgesamt eine unserer beeindruckendsten Reisen, die wir je gemacht haben, wegen der Menschen, wegen der Natur, wegen der unglaublichen Geschichte, die du dort überall- egal wo du stehst- atmen kannst! LG Miri mit Andy und Skar

    • Marianna
      Marianna
      • 27. Oktober 2015

      Hallo Miri und Skar,

      danke euch sehr für euren Kommentar. Mir ging es auf meiner Reise genau so.
      Ich will mit meinem Artikel auch gar nicht Stellung für eine Seite beziehen, sondern vielmehr zeigen, dass es eben nicht nur eine reine Befürwortung für die israelische Politik und gegen die “bösen, terroristischen” Palästinenser geben darf.
      Genau wie ihr es nach eurer Reise ja auch beschreibt.
      Danke euch.
      VG
      Marianna

  13. Arjuna
    • 19. Oktober 2015

    Hallo :)
    Sehr eindrücklicher, spannender Beitrag mit guten Bildern!
    Ich war kürzlich auch in Palästina und besuchte ein Flüchtlingscamp. Eine meiner beeindruckendsten Reisen bisher. Habe hier auch einen Bericht darüber geschrieben: http://www.reisegeek.de/palaestina-betlehem-reisebericht/

    Liebe Grüsse
    Arjuna :)

    • Marianna
      Marianna
      • 27. Oktober 2015

      Danke für deinen Link!

  14. Sabrina Senn
    • 24. Januar 2016

    Könntest du auch ein paar Fotos posten von der israelischen Seite und deren abgebildeten Graffitis?

    • Marianna
      Marianna
      • 26. Januar 2016

      Als ich da war, Oktober 2012, waren auf der israelischen Seite auf dem entsprechenden Abschnitt keine Graffitis. Sind da mittlerweile welche?

  15. Käserman Caroline
    • 4. Februar 2016

    Liebe Marianna, ich bin zufälligerweise auf deine Seite gestossen, weil ich immer wieder die Wahrheit erfahren moechte. Sie sind ja bestimmt eine sehr intelligente Frau, daran zweifle ich nicht und haben viiiiiiiie studiert. Um jedoch ueber den Nahostkonflikt zu berichten, sollte man schon etwas mehr ueber die Geschichte Israels Bescheid wissen, die ja schon seeeeeeehhr viel älter ist, als die Moslemische. Ich begreife deine Haltung wohl, weil Du scheinbar nur einseitig orientiert bist, und nur wenig kennst was die wahren Gruende sind. Es hat ueberhaupt nie ein palestinensischer Staat gegeben, und die Grenzen von 1947 wurden nicht eingehalten. Lasst die Juden doch endlich einmal Ihren eigenen Staat besitzen, der ihnen mit einem ewigen Bund von Gott zugesprochen wurde. Das Land ist eh schon viel kleiner geworden als dass man es ihnen versprochen hat. Kein Land und kein Volk wurde so behandelt wie das Juedische. Ihr Land Erez Israel, wo schon seit jeh her Juden gewohnt haben, wurde von Ihnen selbst aufgebaut, denn es war oede und unbebaut, bis die Juden aus der Diaspora zurueckkamen und es bebaut haben. Juda und Samarie (das sogennante bestetzte Gebiet) wurde ihnen zugesprochen. Da wohnte der Stamm Juda, und die Juden stammen aus dem Stamm Juda. Rund um Israel sind arabische Staaten, und besitzen viiiiiiiiiiiiiiel mehr Land als das kleien Israel. Warum wollen die Leute nicht der Wahrheit nachgehen und der Sache etwas mehr auf den Grund gehen. Es wird keine zweistaatige Loesung geben, weil die Araber Israel NICHT als Staat anerkennen wollen. Vielleicht wissen sie auch nicht, dass viele Palestinenser in Israel arbeiten und ihr Lohn viiiiiel hoher ist als auf ihrer Seite. Zudem koennen Palestinenser in die Israelischen Spitälter gehen und werden da gepflegt. Vielleicht muessen sie sich auch ueberlegen wie sie in ihrem Land reagieren wuerden, wenn sie dauernd Selbstmordattentaten, Messerstichereien etc. ausgesetzt sind, ob sie sich nicht auch wehren wuerden. Aber von den jüdischen Morden wird in den Medien nur wenig berichtet. Dass auf der palestinänsischen Seite jedoch grosse Feiern veranstaltet werden, wenn wieder einmal ein Jude umgebracht wurde wissen sie das???? Dass die Kinder in Palestina von klein auf erzogen werden Juden und Christen zu toeten und sie dann ins Paradies kommen, wussten sie das. Das jüdische Volk ist ein auserwähltes Volk ob wir das wollen oder nicht und sie kämpfen seit eh und jeh um IHR Land. Jerusalem ist die Hauptstadt der Juden, wo sie beten und wo sie ein Segen sind fuer alle Nationen. Es ist uebrigens auch das EINZIGE Land im Nahen Osten das demokratisch ist. Auch wenn sie Fehler machen, verteidigen sie IHR Land, wie es jeder tun wuerde. Passen Sie also auf, wie formell Ihre Aussagen in Zukunft sein werden. Ich wuensche Ihnen, dass sie die Wurzeln suchen und verstehen lernen was es heisst, ein ganzes Leben nur zu kämpfen um einen kleinen Staat aufrecht zu erhalten. Jedes andere Volk wäre nach soviel Pogromen, Holocaust ,Kriegen, Angriffen von arabischen Staaten zermuerbt und ausgerottet. Doch das jüdische Volk das uebrigens 26% der Nobelpreise hat, besteht immer noch, kämpft und forscht weiter in alle moeglichen Richtungen um der Welt und den Nationen ein Segen zu sein.
    Ich wuensche Ihnen alles Gute und gruesse freundlich Caroline Käsermann

    • Marianna
      Marianna
      • 7. Februar 2016

      Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob du meinen Artikel gelesen hast, ob du ihn verstanden hast und wer von uns einseitig orientiert ist :)
      LG
      Marianna

  16. kevin mark kevinus
    • 27. April 2016

    Die mauer is voll blööd

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